Federn

Das Glück vom Himmel klauen

Manchmal braucht es ein Leben lang,

bis man etwas versteht,

denn oft lebt man nur und wartet,

dass die Zeit vergeht.

Doch plötzlich wird einem klar,

es lichtet sich der Schleier –

freie Sicht,

einfach wunderbar!

Dann gehen Licht und Schatten

auf Reisen,

Gefühle kreisen,

ein Schrei entringt sich dem Mund,

da ist’s, das ersehnte Ziel,

des Lebens Grund.

Heimweh hat jeder

nach seinem ureigenen Paradies,

doch man findet es erst,

wenn man sich selbst

das Beste bewies.

Und das ist,

sich ganz intensiv zu fühlen,

nicht in Vergangenem mehr zu wühlen,

sondern das Dasein

als Kunstwerk anzuschauen –

und sich das kleine Glück

vom Himmel zu klauen.

Federn

fliegen mit Herz und Seele –

horch!

Verloren,

gefunden, aufgehoben  –

für immer bewahrt …

“Denn wo viel Weisheit, da ist viel Grämens; und wer viel lernt, der muss viel leiden. Denn bei viel Weisheit ist viel Unmut, und häuft einer Erkenntnis, so häuft er Schmerz.” (Prediger, 1:18)

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